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TRIO INFERNAL IM STÄDTISCHEN WOHNZIMMER (Bericht, Kleine Zeitung)
KAPFENBERG. Mit „Du blöder Hund, ich wein’ mir meine Augen wund“ ... ... – im Original „Baby, one more time“ von Britney Spears – hatten die Damen von den Grazer „Cremeschnitten“ mit ihren schrägen Schlagerinterpretationen das Trio eingesungen. Dann begrüßte Christian Hölbling im „frisch verfliesten Kapfenberger Wohnzimmer“, dem Hauptplatz und sinnierte, was nicht Islam ist, sondern „meine Kindheit in Österreich: Die Frauen trugen Kopftuch, der Mann hatte das Sagen, und wenn eine Tochter zur Welt kam, war das ein Unglück.“
Einmal in Wien zusammengesessen (Hintergrundinfo Jürgen Gschiel von der Komikagentur Comicodeon) und so „gebrieft“ standen Supancic, Stipsits und Hölbling auf der Bühne. Stipsits folgte Helfried mit seinem Leben in Stinatz. In dem, obwohl „totally vernetworked“, die Raika alles, der Bürgermeister nichts zu sagen hat. Grandios die bekannte Fernsehnummer von Stipsits, bei der niemand weiß, durch wie viele Personen er sich eigentlich zappt. Das Publikum sah und hörte Gesprochenes und Gesungenes aus den Programmen aller Drei, die gegensätzlicher nicht sein können, der Hang zum Gesang eint aber. So gibt ein Helfried elegant als Dr. Gerhard Schuster „Puttin’ on the Ritz“ zum Besten, während Supancic eine „Verbrecherparade“ deftig ins Publikum schmettert. Supanic-typisch die sängerische Auseinandersetzung mit den selbstzerstörerischen Folgen hoher Treibstoffpreise: „Ich habe mir ein Bein abgehackt, um zu einem Behindertenausweis der Wiener Linien zu kommen.“ Die Zuschauer dankten das Feuerwerk an Pointen bestens gelaunt mit gutem Sitzfleisch, dem Herbstwetter tapfer trotzend. MICHAELA AUER, Kleine Zeitung Drucken
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