... das „B-Team“ (21.55 Uhr) und merkwürdige Burgenländer (22.30 Uhr) die Bildschirme. Gemäß ORF-Abteilungschef Andreas Vana die „größte Personaloffensive, seit die ,Donnerstag Nacht’ besteht – mit neuen, frischen Gesichtern“.
Wer oder was ist das „B-Team“? Laut Vana „Reporter des ORF, die im Wahn leben, es wirklich zu sein“, und nun allwöchentlich „spannende, seriöse, knallhart recherchierte Enthüllungsstorys“ präsentieren. Die Mitbürger werden dabei ordentlich auf den Arm genommen.
Die Mitglieder: Allroundtalent Robert Reifer (trat als Bandleader „Rob Davis“ in Christian Clericis „Wahre Freunde“ auf), Daniel Popovic, Gregor Barcal, Michael Maly, Tarek Sharif und Nadja Maleh (bekam eben als Kabarettistin den Nachwuchs-Förderungspreis) als abgehobene Moderatorin nach deutschen Vorbildern. Sie hat keinen Namen, sondern ist nur „eine ziemlich schöne Frau im gut ausgeleuchteten Studio“.
Teamchef ist Reifer, als Mastermind gilt Popovic. Er versucht, „zu banalisieren, was er den ganzen Tag so von sich gibt, und all das auszuleben, was in braveren Formaten nicht möglich ist“.
Beispiel für die bösen Streiche in Folge eins: Das B-Team enthüllt, dass die Kirche jünger werden und das mit unorthodoxen Methoden erreichen möchte. Daniel Popovic mischt sich in der Verkleidung eines feschen Priesters unters Volk und erklärt, warum die Kirche einen Teil ihres Territoriums an eine Holding vermietet hat. Geplant ist unter anderem eine Raketenabschussrampe für Kinder und der Ausschank von „heiligem Wein“, um junge Katholiken anzulocken. „Was gibt es Schöneres“, fragt der Priester, „als sich gemeinsam zu betrinken?“ Köstlich die Reaktionen der Passanten.
Getestet werden in Folge eins Aufmerksamkeit und Wachsamkeit der Bevölkerung. Die Interviews werden mit Mikrophonen geführt, die als Aufsatz eine Gurke, einen Schneebesen oder einen Dildo haben. Und keiner merkt es…
In der anderen Abteilung wird danach bewiesen, was längst Tatsache ist: „Burgenland ist überall“. Der Steirer Thomas Stipsits („Mein Papa stammt aus dem Burgenland“) ist vieles in einem: Bürgermeister, Chef des Tourismus-Verbandes und der Kirchengemeinde, fallweise Ministrant und Chef des Senders Storch-TV. Dort setzen die so oft belächelten Burgenländer ein Zeichen. Mit im Team: Klaus Eckel, Pepi Hopf und die Oberösterreicherin Katharina Schraml.
Chefautor Fritz Schindlecker will beinharte Recherchen betrieben haben: „Ich habe unendlich viele Menschen befragt. Ähnlich wie die Staatsanwälte den Herrn Grasser. Und ich nehme an, dass sie die Wahrheit gesagt haben – wie der Herr Grasser.“
Die These „Burgenland ist überall“ wird zunächst in Tirol untermauert, Oberösterreich ist am 14. Oktober dran. Ob die Reihe (vorläufig acht Folgen) im Erfolgsfall ausbaufähig ist? Schindlecker: „Absolut. Es gibt keine Grenzen. Wir können die Dominanz der Burgenländer nicht nur in sämtlichen irdischen Ländern nachweisen, sondern auch in allen Sonnensystemen!“